VG News vom 04.01.2010    |    Herausgeber: www.virtual-galopp.de    |    Redaktion: Ariane, Bird, Cinna, Flashbolt, luci, Ricarda, Stella

Dies und Das

03.01.10
Isax
Warum ich gerne eine Insel wär
Seit eines Tages der Ernst des Lebens begann, habe ich das Gefühl als würde sich die Erde auf einmal schneller drehen, als in der Gebrauchsanleitung angegeben war.
Die Jahre ziehen einfach vorbei, es scheint als würden sie die Tür nur kurz aufmachen und dann schwungvoll auch gleich wieder zustoßen. Der dabei entstehende Luftzug ist wohl fähig einen Urwald voller Wolkenkratzer umzuwürfeln.
Nun gibt es wohl nicht viele Wege um diesem Kreislauf der Türzuschläger zu entkommen. Da wäre:
1. Hängenlassen und sanft im Wind schaukeln.
2. Flügel basteln und fliegen lernen.
3. Auf eine einsame Insel fliehen.

Auswahlmöglichkeit 1 scheidet aus Gründen der Seekrankheit aus. 2tens hat durchaus interessante Züge, aber ich denke es bekommt meinen beiden linken Füßen nicht wenn sie neben den zwei linken Händen auch noch zwei linke Flügel vor Stürzen in bodenlose Löcher bewahren müssten.
Bleibt also nur Lösung 3. Flucht auf eine einsame Insel.
Am Beispiel von Cast Away und Jule Vernes Geheimnisvoller Insel wissen wir doch alle wie so etwas funktioniert.
Für alle die sich an dieser Stelle nicht zu „alle“ zählen können, hier eine kleine Zusammenfassung:
Um auf einer einsamen Insel ganz alleine selbstgekochte Krabben zu genießen und Okapis zu reiten, strandet man am besten auf einer solchen. Dazu eignet sich ein Flugzeugabsturz oder auch eine missglückten Flucht in einem Heißluftballon.
Auf der Insel angekommen spielt man erst einmal den Verzweifelten um sich dann möglichst schnell mit der schrecklichen Lage abzufinden. An diesem Punkt angekommen kann dann die Ruhe einkehren.
Also brauchte ich für meine Flucht vor dem Jahresstrudel einen Absturz mit einem fliegenden Objekt.
Da ich weder ein Flugzeug, noch einen Heißluftballon, zur Verfügung habe muss hier wohl eine passende Alternative her. Eine Karibikreise mit plötzlicher Entführung von unsichtbaren Piraten wäre möglich.
Aus Geldmangel tut es bestimmt auch eine kleine unbewohnte Insel in der Ostsee.
Vor der Küste Rügens würde ich als auf einer kleinen unbewohnten Insel stranden. Dort wäre es dann an der Zeit sich um das Überleben zu kümmern. Mit selbstgefischten Fischen und gesammelten Beeren beginnt der Dauerurlaub. Aus Zweigen wird ein kleines Haus gebaut und vielleicht auch eine kleine Werkstatt. Und dann am besten noch ein Krankenhaus mit gut ausgerüsteter Notaufnahme.
Weit entfernt von jeglichem Stress und der Gesellschaft gibt es Luxusurlaub umsonst.
Aber Moment: Irgendwo muss an dieser ganzen Idee ein Haken sein.
Sonst gäbe es auf der ganzen Welt ja keine unbewohnten einsamen Inseln mehr. Und gibt man bei Wikipedia „unbewohnte Insel“ ein, steht da: „Auf der Erde ist die Überzahl der in einem Meer oder in einem Binnengewässer gelegenen Inseln unbewohnt“.
Auf einer Pro/Kontra Liste zum Thema „Flucht auf einsame Insel“ fand ich dann folgende negative Punkte, die sich als Gründe für die große Zahl unbewohnter Inseln durchaus eignen würden:

1. Fleischfressende Tiere /Pflanzen
2. Unwetter
3. Krankheit
4. Einsamkeit
5. Ureinwohner
6. Klimaerwärmung

Gut. Aber ist das Leben in der Zivilisation wirklich besser, als von sabbernden Tieren grippekrank und einsam durch einen Sturm gescheucht zu werden und von Ureinwohnern in einem Topf gegrillt zu werden, während einem das Wasser langsam bis zum Hals steigt?
Pessimisten antworten an dieser Stelle mit: Ja.
Optimisten nehmen einen Regenschirm und Badesachen mit.
Da ich aber, dank meiner Lebenserfahrung, eher ein Pessimist bin, nicke ich ganz deutlich.
Also doch nicht fliehen und endlich Ruhe haben?
Vielleicht betrachte ich das Problem einfach von der falschen Seite. Wie wäre es mit einem andauernden Urlaub mit Massage und Tauchlehrgang? Täglich massieren Wurzel und Tatzen den angestrengten braun gebrannten Rücken bis dann eines Tages das Wasser über meinem Kopf zusammen schlägt und der ewige Tauchausflug beginnt…Hört sich gut an.
Also fliehe ich nicht auf die einsame Insel, sondern ich werde die Insel. Man muss ja schließlich praktisch denken in diesen Zeiten. Wie genau das funktionieren wird (Nein, nicht: „Wie genau das funktionieren soll“ Ich bin jetzt Optimist) werde ich noch in Erfahrung bringen. Und solange schaffe ich mir einen Zugluftdackel an und stelle ein Billy von Ikea vor die Tür. Die sind billig und stabil. Und ganz wichtig: aus der Anleitung kann man Papierflieger basteln!
In diesem Sinne wünsche ich allen eine kleine eigene Insel und einen Fels in der Brandung.
Wir sehen uns. Schaut mal unter eure Füße, wenn ihr das nächste Mal Urlaub macht, auf der Insel...
Lektüre für alle Inselträumer: „Die geheimnisvolle Insel“ von Jules Verne oder auch „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe.
Lehrgang zum Überleben: „Cast Away- Verschollen“ (Spielfilm aus dem Jahr 2000 mit Tom Hanks)


Quelle: -LucifersAngel-




Quelle: Tiffy




Quelle: Gestüt Mathiuet (SE)

03.01.10
Ariane
If you've lost your faith in love and music

the end won't be long

Zum Jahreswechsel - vor allem wenn gleich ein ganzes Jahrzehnt zu Ende geht - wird man ja von allen Seiten mit Listen beschmissen, die besten, die schlechtesten, die kuriosesten von whatever.
Statt uns in nobler Zurückhaltung zu üben, machen wir da einfach mal schamlos mit und konzentrieren uns auf die Musik, beteiligt die ganz normalen Verkaufscharts sowie die Meinungen der VG-User.

Die Albencharts
Längst tummeln sich in Deutschlands Charts nicht nur Amerikaner und andere fremdländische Künstler rum, sondern auch viele Deutsche.
Die Albencharts 2009 führt daher Peter Fox der ehemalige Seeed-Sänger mit "Stadtaffe" an. Und siegt damit vor einem Toten, Michael Jackson gewinnt posthum den Silberrang. Bronze gibt es für Silbermond mit "Nichts passiert".

Auf den folgenden Plätzen tummeln sich Lady Gaga, Depeche Mode, P!nk, Rammstein und Adoro.

die Singles
Richtig international geht es dagegen bei den Singlecharts zu.

Lady Gaga kann ihre Chartplatzierungen in diesem Jahr wohl kaum noch zielen und liegt auch hier ganz vorne, mit ihrem "Pokerface". Auf Platz 2 die Isländerin Emiliana Torrini mit "Jungle Drum". Auf Platz 3 folgt Belgien, die Milow mit "Ayo Technology" ins Rennen schickten.



Pixelio/Freya Diepenbrock



Forenmeinung
Wenn man sich die Threads mal ansieht: Hier der FE-Thread, hier der SE-Thread, fällt erstmal auf, dass es in der SE deutlich mainstreamiger zugeht.
Die großen Namen finden sich allerdings in beiden Foren, Lady Gaga, Peter Fox, Black Eyed Peas, Green Day und auch auf die Sportis, Pink und David Guetta können sich FEler wie SEler einigen.

Auch Soundtracks finden in beiden Foren Erwähnung, nämlich die von 2OhrKüken, Transformers und Twilight (Simply Best besteht allerdings drauf, dass das nichts mit dem Film zu tun hat)
Erwähnt wurden zudem noch La Roux, Michael Buble (wie auch immer er sich schreibt), Paramore, Pete Doherty, Europe, Ich&Ich, Beyoncé, Deichkind, Billy Talent und viele weitere.

Den Preis für exotische Musik erhält Cinna, mit einem russischen(?) Darkgoth-Song von Аквариум (Akvarium) vom Album Лошадь белая (Lošad' Belaja - Weisses Pferd), Glückwunsch :D

Ein Besuch in den Threads lohnt sich auf jeden Fall, dort finden sich zu den meisten Liedern auch die Youtube-Links.

Viel Spaß beim Stöbern, Lauschen und Mitsingen und auf ein schönes Musikjahr 2010.
Mein Wunsch dafür: Möge ein 90er-Revival bitte endlich das endlose 80er-Revival ablösen.


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