VG News vom 27.09.2020    |    Herausgeber: www.virtual-galopp.de    |    Redaktion: Ariane, Balli, Conny

Schlagzeilen

Leitartikel
Conny
Leidartikel
Es gendert im Lande

Es geht in unseren Tagen sehr schnell und ist relativ einfach, in ein "Leid" zu geraten. Dieses Corona-Chaos auf der Welt macht sicher vor niemandem halt, erwischt jeden von uns in irgendeiner Weise und das gewiss nicht unbedingt zum "Guten".

Aber wir VGler sind mit unseren Rennställen in einer absoluten Sicherheit – völlig keimfrei und ohne jegliches Virus… jedenfalls ab Tastatur.

Bis zur Tastatur werden wir leider noch immer vom Covit 19 beherrscht (ich frage mich gerade, wann irgendein grüner Genderwicht entdeckt, dass "beherrscht" ja ein Begriff ist, der in der Genderwelt sofort Hausverbot bekommen muss oder mindestens eine weibliche Komponente hinzu gesellt werden sollte…) aber da geht es ja schon weiter mit "gesellt" – o weh o weh – wieder nur rein maskulin – es gibt doch auch Gesellinnen, also bitte – gesellt allein geht nicht – auch gesellinnt muss hinzugefügt werden. Und nun kommt es ganz dicke – ein Leitartikel? Wie? Ich höre oder lese wohl nicht richtig! Als gäbe es nur Artikel! Es fehlt unverzüglich ein Hinweis auf den Verzicht des Alleinvertretungsanspruches von einem Artikel – es darf nur noch weiter artikelt werden, wenn da auch eine Artikelin mit dabei ist. Also bitte sofort korrigieren: Leitartikel und Leitartikelin – nur so geht Gender. Und wir alle wollen doch Gender, oder?

Naja, wenn ich mal ganz ehrlich bin, mir geht dieser Gender ganz schön auf den Geist – schon hier müsste ich auch auf eine Geistin hinweisen, um perfekt zu genderisieren. Wie albern. Also für alle Genderfreunde sollte der Leitartikel hier beendet werden, denn viel Freude werde ich mit "Gender" hier nicht machen.

Ein solcher Blödsinn wie diese Genderei ist mir in meinem ganzen Leben noch nirgends begegnet. ich habe schon sehr viele abenteuerliche Wesen und Menschen kennengelernt – aber derartig realitätsferne Genderleute noch nie. Und das wird auch so bleiben, denn ich gehe ja auch nicht auf einen Müllplatz, wenn ich mit Freunden zusammen grillen möchte, da wird schon ein geeigneter Ort gefunden. Und Grillgut auch – denn ich werde wohl kaum eine "Schnitzelin" grillen, auch wenn Gender das so will. Oder eine Würstin in einer Hot-Dog-Brötchine mit Senf und Senfin belegen, nur damit dieser Gender heimlich triumphiert. Ich verrate gern meine Theorie zu Gender, nachstehend.

Da war einmal ein volltrunkener Professor, dem war gerade seine Freundin entlaufen, weil sie die Nase sowas von voll hatte von diesem professoralem Spinner, dass sie sich wieder auf die Suche nach einem echten Mann gemacht hat. Und der hochprozentig berauschte Intellektuelle war plötzlich sehr traurig, ja es entquoll seinem Geäug sogar ein als Träne zu definierender Tropfen Flüssigkeit. Und in seinem übervollen Hirn, das aber eng am Alkohol angelehnt war, brach die Sehnsucht nach seiner Freundin alle Regeln einer oft mühsam erlangten Verbalistik. Es geriet alles durcheinander – in all seine Gedanken und Gefühle und Vorstellungen mischte sich sofort die Erinnerung an seine Thusnelda, so hatte er sie liebevoll verbal bekost (Kosenamen, Bekosung).

Aber – Professor Gender wäre nicht Professor Gender, wenn er nicht auch ständig wissenschaftlich gearbeitet hätte. Nach einer unruhigen Nacht und einem extrem schweren Kopf und unter dem Mangel an Aspirin und Rollmöpsen begann er nur um sich abzulenken eine neue Studie zu Papier zu bringen.
Jedoch, was er auch versuchte – immer wieder schob sich die Erinnerung und die Sehnsucht nach seiner Thusnelda in sein Denken und Handeln und so beschloss er kühn und alternativlos, jeden Begriff auch zu thusnelderisieren, damit keine Sekunde vergehen sollte, ohne dass seine Thusnelda irgendwo – wenigstens verbal oder schriftlich – erschien.

Tja, so einfach war das mit der Genderei – ein Professor hat es dann verhältnismäßig leicht, um seinen trunkenen und liebeshungrigen Gedankenspielen ein Gerüst aus Wissenschaftlichkeit zu schmieden und der Welt seine geistige Fehlgeburt als nobelpreisverdächtig anzupreisen. Und gerade die grüne Strömung auf der Welt schien genau auf so eine Untiefe des menschlichen Geistes gewartet zu haben. Später bekam die dann sogar noch einen Körper und einen Namen und die Schweden waren froh, dass sie dieses kindliche Damoklesschwert nach Deutschland verfrachten konnten.

Professor Gender ist übrigens auf der Warteliste einer Klinik, die Umkörperungen vornimmt – er hat beschlossen sich selbst zur Frau machen zu lassen, als er erfuhr, dass seine Thusnelda es mit einem gewissen Don Quichotte treiben soll…!

Ich wünsche allen Virtual-Galopp Spielern und Spielerinnen und Spielwesen eine angenehme Woche und Wöchin. Frönt weiter im virtuellen Rennstall dem Vergnügen von Gewinn und Verlust, denn hier sind wir alle jenseits von den giftigen Pfeilen des eigenartigen Professors, der noch immer nicht aufgegeben hat, seine Thusnelda wieder in seine Arme und Arminnen zu schliessen…

Constanze



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